Hotspots - Schweiz und Großregion SaarLorLux

Zu den wichtigsten europäischen Wohn- und Arbeitsländern von  Grenzgängern zählen die Staaten Deutschland, Frankreich, Luxemburg und Belgien. Dies ist weitgehend auf die Grenzgängerströme im Vier-Länder-Eck Großregion SaarLorLux zurückzuführen, in dem nach der Schweiz die meisten Grenzgänger Europas pendeln. Als Grenzgänger werden dabei alle Arbeitnehmer und Selbstständige bezeichnet, die ihre Berufstätigkeit in einem EU-Mitgliedsstaat ausüben und in einem anderen EU-Mitgliedsstaat wohnen, in den sie in der Regel täglich – mindestens aber einmal wöchentlich – zurückkehren.

Grenzgänger in der Großregion SaarLorLux

In der Großregion SaarLorLux überqueren täglich 200.000 Beschäftigte eine nationale Grenze auf dem Weg an ihren Arbeitsplatz. Diese Grenzgängerströme sind einzigartig in Europa. Während vor allem Franzosen und Belgier im benachbarten Ausland arbeiten, machen auch immer mehr Deutsche den Sprung über die Grenze. Zwei Regionen sind dabei von zentraler Bedeutung: Lothringen mit 70.000 Auspendlern und Luxemburg, wo fast drei Viertel aller Grenzgänger des Kooperationsraums arbeiten. Aktuell (2010) stellen die 150.000 Grenzgänger im Großherzogtum 44 Prozent der dort Beschäftigten – 1980 lag ihr Anteil noch bei 9 Prozent. Dieser Entwicklung hat zu einer diversifizierten Arbeitswelt geführt, in der unterschiedliche Berufsausbildungen, Sprachen und Arbeitsweisen aufeinander treffen.

Einkommen - Jobs - Arbeitsbedingungen

Die Motive für das grenzüberschreitende berufliche Pendeln sind vielfältig. Von besonderer Bedeutung sind die besseren Verdienstmöglichkeiten und das Arbeitsplatzangebot in den Nachbarregionen. Einer Untersuchung bei Grenzgängern in Luxemburg zeigt, dass die Mehrheit aufgrund der besseren Einkommensbedingungen im Großherzogtum arbeitet. Für anderen bildet das Arbeitsplatzangebot den Hauptgrund für die Beschäftigung im Ausland. Außerdem werden weitere Gründe für das tägliche Pendeln genannt: die Möglichkeit, im gelernten Beruf arbeiten zu können sowie bessere berufliche Perspektiven und Arbeitsbedingungen als in der Wohnregion.