Praxistheorie: Körper - Artefakte - Sinn

Die Beschäftigung mit praxistheoretischen Ansätzen kritisiert zumeist klassische Ansätze der Handlungserklärung und betont die körperlich-materiale Dimension menschlicher Aktivität. Das macht die Praxistheorien interessant für sozialkonstruktivistische und subjektzentrierte  Ansätze innerhalb der Border Studies: Sie überwinden territoriales Denken, bieten Anknüpfungspunkte für raumtheoretische Überlegungen und sehen kulturellen Wandel vor.

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Special Issue - Räume und Identitäten als soziale Praxis

Die an der Praxis orientierte Untersuchung von Räumen und Identitäten ist über Disziplinengrenzen hinweg unstrittig geworden. Dabei haben sich unterschiedliche theoretische, konzeptionelle und methodische Bezugspunkte durchgesetzt. Sie sind Gegenstand des Doppelhefts Europa Regional 1-2 (2015) (hrsg. C. Wille u. R. Reckinger) mit Beiträgen von Raumsoziologen und Sozialgeographen – darunter auch G. Glasze, J. Lossau, M. Schroer und B. Werlen.

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Praxistheoretische Perspektive in den Border Studies

Das in 2014 erschienene Buch „Praxeologie“ widmet sich der jungen Theoriebewegung der Praxistheorien. Sie setzt sich von kulturalistischen Basis-Überbau-Modellen ab und versteht Sozialität als eine Verkettung von sich fortlaufend aktualisierenden Praxisformationen. Christian Wille macht in seinem Buchbeitrag die praxistheoretische Perspektive stark für raumbezogene Fragestellungen in den Border Studies.

Räume und Identitäten als soziale Praxis

Die Idee der statischen und ‚seienden’ Räume und Identitäten hat die moderne Sozial- und Kulturwissenschaft hinter sich gelassen. Räume und Identitäten werden flexibel und veränderbar gedacht und als Ergebnisse von gesellschaftlichen Prozessen untersucht. Die Praxistheorien bieten dafür geeignete Anknüpfungspunkte und schlagen eine konzeptionelle Brücke zwischen Räumen und Identitäten.

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Möglichkeiten und Grenzen praxistheoretischer Ansätze

Der kürzlich erschienene Band „Praxeologie“ widmet sich einer jungen Theoriebewegung. Im Gespräch mit Christian Wille berichten die Herausgeber über das Anliegen des Buchs: die empirischen Anwendungsperspektiven, die disziplinenübergreifende Reichweite praxistheoretischer Ansätze, aber auch die notwendige Verständigung auf einen gemeinsamen theoretischen Rahmen.