Aktuell

Die 7. Jahrestagung der Kulturwissenschaftlichen Gesellschaft widmet sich dem disziplinenübergreifenden Trend, das Soziale und Materielle zusammenzudenken. Die Tagung vom 25.-28. Mai an der Karl-Franzens-Universität Graz trägt den Titel „Posthumanismus. Transhumanismus. Jenseits des Menschen?“ und versammelt mehr als 30 Panels. Darunter auch die Sektion „Kulturwissenschaftliche Border Studies“, die sich mit der Bedeutung von Materialität in der Grenzforschung auseinandersetzt.

Anlässlich der Ausstellung von Zoe Leonards „Al río / To the River“ findet am 20. Mai ein Studientag im Zeitgenössischen Kunstmuseum Luxemburg (MUDAM) statt. Diskutiert werden Grenzflüsse in Europa und Nordamerika als umstrittene Orte, an denen unterschiedliche Interessen und Ideologien aufeindertreffen. Die öffentliche Veranstaltung mit internationalen Gästen ist eine Kooperation des MUDAM und UniGR-Center for Border Studies. Eintritt frei.

Zwei Millionen Grenzgänger arbeiten in Europa, die meisten davon in der Schweiz und in Luxemburg. Trotz der wachsenden Bedeutung des Phänomens hat sich noch keine europäische Grenzgängerforschung etabliert. Diese Lücke wollen das LISER und das UniGR-Center for Border Studies mit der Konferenz „Grenzgängerbeschäftigung in Europa“ am 5. und 6. Mai schließen. In 20 internationalen Vorträgen und einem Rundtischgespräch werden sozioökonomische, soziokulturelle und methodische Fragen adressiert.

Das Zeitgenössische Kunstmuseum Luxemburg (MUDAM) und das UniGR-Center for Border Studies kooperieren anlässlich der Ausstellung „Al río / To the River“ (Zoe Leonard). Das gemeinsam entwickelte Begleitprogramm „Riverine Borders – On rivers and other border materialities“ umfasst drei Gastvorträge und einen Studientag mit Gästen aus Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien und den USA. Das Programm vom 22. März bis 20. Mai richtet sich an interessierte Bürger*innen und Studierende.

Das UniGR-Center for Border Studies und seine Partner laden am 26. März die Bürger*innen der Großregion ein. Die Veranstaltung im französischen Villerupt im Rahmen der Europäische Kulturhauptstadt 2022 beleuchtet die bewegte (Industrie-)Geschichte der französisch-luxemburgischen Grenzregion. Neben Vorträgen und Diskussionen mit Grenzforscher*innen, Historiker*innen und Geograph*innen zeigen Künstler*innen eine Videoprojektion mit zeitgeschichtlichen Filmdokumenten.

Wille (2021): The return of borders. Ein Kommentar zur Grenzraumforschung in Zeiten der Vergrenzungen. Weber/Theis/Terrollion (Hg.): Grenzerfahrungen | Expériences transfrontalières. Springer VS, 379-390. mehr Info
Wille (2021): Vom processual shift zum complexity shift: aktuelle analytische Trends der Grenzforschung. In: Gerst/Klessmann/Krämer (Hg.): Grenzforschung. Handbuch für Wissenschaft und Studium. Nomos, 106-120. mehr Info
Wille/Gerst/Krämer (Hg.) (2021): Identities and Methodologies of Border Studies: Recent Empirical and Conceptual Approaches. Borders in Perspective 6. mehr Info
Wille/Weber (2020): Analyzing border geographies in times of COVID-19. In: Mein/Pause (Hg.): Self and Society in the Corona Crisis. Perspectives from the Humanities and Social Sciences. Melusina Press. mehr Info
Wille/Kanesu (Hg.) (2020): Bordering in Pandemic Times. Insights into the COVID-19 Lockdown (thematic issue). Borders in Perspective 4. mehr Info
Wille/Nienaber (Hg.) (2020): Border Experiences in Europe. Everyday Life – Working Life – Communication – Languages. Nomos. mehr Info