Aktuell

Seit einigen Jahren entwickelt sich im deutschsprachigen Raum die kulturwissenschaftliche Grenzforschung. Sie wird erst an wenigen Universitäten betrieben, wichtige Impulse gehen aber von Wissenschaftler:innen aus Frankfurt (Oder), Duisburg-Essen, Saarbrücken und Luxemburg aus. Zur Weiterentwicklung der kulturwissenschaftlichen Grenzforschung verbringt C. Wille zwei Monate am Viadrina-Center B/ORDERS IN MOTION an der Europa-Universität Frankfurt (Oder).

Die internationale Gesellschaft für Geographie feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Der Jubiläumskongress findet vom 18.-22. Juli in Paris statt und will die Vielfalt und Entwicklung der geographischen Disziplin rekapitulieren. Zum vielfältigen Programm zählt auch das Panel „Frontières en temps de crise”, auf dem C. Wille zum Thema „Covidfencing: une frontiérisation contestée” spricht.

Die grenzüberschreitende Arbeitsgruppe „Labour across borders – LABOR SwissLux” mit Mitgliedern aus Luxemburg, Schweiz und Frankreich lädt am 12. Juli zu einem Symposium ein. Die Veranstaltung mit dem Titel „Emploi, mobilité et identité au prisme des frontières” findet an der Universität Lausanne statt, eine Online-Teilnahme ist auch möglich. In Vorträgen und einer Podiumsdiskussion berichten Forschende und Akteure über die Situation in der Schweiz.

Die grenzüberschreitende Doktorand:innenschule LOGOS versammelt jedes Jahr Promovierende der Geistes- und Sozialwissenschaften aus der Großregion. Die diesjährige Ausgabe vom 30. Juni bis 2. Juli steht unter dem Thema „Transformationsprozesse | Umbrüche – Zäsuren – Aufbrüche” und wird von der Universität des Saarlandes ausgerichtet. Mit dem Vortrag „Transformationen der Grenze und konzeptionelle Aufbrüche“ führt C. Wille in das Veranstaltungsthema ein.

Die dreijährige Reihe „Border Complexities“ wird am 2. und 3. Juni mit einem finalen Workshop in Metz abgeschlossen. Grenzforschende aus Deutschland, Frankreich und Luxemburg stehen auf dem Programm und diskutieren über Räumlichkeiten von Grenzen. Die Veranstaltung wird von der Universität Lothringen organisiert und richtet sich an interessierte Wissenschaftler:innen und Studierende.

Wille (2021): The return of borders. Ein Kommentar zur Grenzraumforschung in Zeiten der Vergrenzungen. Weber/Theis/Terrollion (Hg.): Grenzerfahrungen | Expériences transfrontalières. Springer VS, 379-390. mehr Info
Wille (2021): Vom processual shift zum complexity shift: aktuelle analytische Trends der Grenzforschung. In: Gerst/Klessmann/Krämer (Hg.): Grenzforschung. Handbuch für Wissenschaft und Studium. Nomos, 106-120. mehr Info
Wille/Gerst/Krämer (Hg.) (2021): Identities and Methodologies of Border Studies: Recent Empirical and Conceptual Approaches. Borders in Perspective 6. mehr Info
Wille/Weber (2020): Analyzing border geographies in times of COVID-19. In: Mein/Pause (Hg.): Self and Society in the Corona Crisis. Perspectives from the Humanities and Social Sciences. Melusina Press. mehr Info
Wille/Kanesu (Hg.) (2020): Bordering in Pandemic Times. Insights into the COVID-19 Lockdown (thematic issue). Borders in Perspective 4. mehr Info
Wille/Nienaber (Hg.) (2020): Border Experiences in Europe. Everyday Life – Working Life – Communication – Languages. Nomos. mehr Info